Experience Exchange on Electric Mobility between Model Region Wuhan in China and Rhine-Ruhr in NRW

 

 

Phase zwei „NRWmeetsWUHAN II“

 

Die Kooperation zwischen NRW und Wuhan startete bereits im Jahr 2008 und nach intensiver Zusammenarbeit konnte die erste Phase des Projektes „NRWmeetsWuhan“ erfolgreich 2015 abgeschlossen werden.

 

Konkretes Ziel war es von Beginn an, einen regelmäßigen Informations- und Erfahrungsaustausch über Konzepte sowie Demonstrations- und Pilotprojekte zur Einführung von Elektromobilität zwischen Rhein-Ruhr in Deutschland und Wuhan in China durchzuführen.

 

Die Modellregionen für Elektromobilität in Deutschland und China äußerten Interesse, auf Grundlage der bisher soliden und vertrauensvollen Zusammenarbeit, an weiteren Kooperationsprojekten, welche 2015 in einem MoU mündeten. Die dort aufgeführten Themen wurden Anfang 2018 erneuert, woraus sich folgende Schwerpunkte für die weitere Kooperation herauskristallisiert haben:

 

 


 

Besuch der chinesischen Delegation bei dem BMVI, Berlin

 

Für die Findung eines gemeinsamen Lösungsweges der jeweiligen Regionen, startete Ende 2017 die zweite Phase des Projektes als „NRWmeetsWuhan II“. Das Projekt besteht u. a. aus insgesamt vier Workshops, welche wechselnd in der deutsch und chinesischen Modellregion organisiert werden. Dabei soll in Zukunft auch weiterhin Deutschland über das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) von den Erfahrungen und Ergebnissen der Kooperation profitieren.

 

Neben der gemeinsamen Erarbeitung von vergleichenden Lösungsansätzen für die beschriebenen Themengebiete werden weiterhin Empfehlungen zum zukünftigen Ausbau der Elektromobilität ausgesprochen, in die die Erfahrungen aus dem Benchmark mit der Leadregion China einfließen. Unter den aufgelisteten Aspekten und zur Schaffung einer Projektbasis, fand im Juli 2018 der erste Workshop in NRW statt.


 

  1. Workshop in der Uni Duisburg-Essen 2018


Die beiden Delegationen besuchten dabei die H2 Mobility Deutschland GmbH, das InnoZ (autonomer Kleinbus-Shuttle), das BMVI, die e.GO Mobile AG, das Forschungszentrum Jülich und das Zentrum für Brennstoffzellen Technik ZBT GmbH, um den Gästen einen Einblick in die verschiedenen Technologien und Unternehmen im Bereich der Elektromobilität zu ermöglichen. Ein Ergebnis des ersten Workshops ist das gemeinsam Interesse der Kerngebiete Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie, die Errichtung einer Infrastruktur für Brennstoffzellen- und Elektrofahrzeuge, die Nachhaltigkeit in Bezug auf Batterierecycling und Integration von Erneuerbaren Energien sowie die Produktion verschiedener Elektroautokomponenten wie z.B. Elektromotor, Batterie und Leistungselektronik.

 

Besichtigung der Elektrolyse im Forschungszentrum Jülich 2018

 

Der zweite von insgesamt vier Workshop ist für das vierte Quartal 2018 in Wuhan geplant.

 

 

Phase eins „NRWmeetsWuhan“

 

In Rahmen der ersten Phase „NRWmeetsWuhan“ wurde am Ende 2008 in Shanghai ein Workshop "Elektromobilität" durchgeführt, in dem sich beide Seiten über notwendige Voraussetzungen und Entwicklungsschritte für den Einsatz von Elektrofahrzeugen im Straßenverkehr austauschten.

 

Die Provinz Hubei und insbesondere die Stadt Wuhan sind bereits seit mehreren Jahren im Bereich Elektromobilität aktiv und stellen in China eine Pilotregion für Elektromobilität dar. Die Dongfeng Electric Vehicle Co., Ltd. in Wuhan, ist landesweit führend in der Entwicklung von Hybrid- und Batteriefahrzeugen, weshalb Wuhan unteranderem für dieses Projekt ausgewählt wurde.


 

 

Besuch des State Grid in Peking 2014

 

Die deutsche und die chinesische Seite haben sich im Rahmen eines Arbeitsgesprächs 2009 in Wuhan über Fragestellungen in aktuellen Fragestellungen der Elektromobilität (Hybrid-, Batterie- und Wasserstoff-/Brennstoffzellentechnologie) ausgetauscht und dabei in wichtigen Bereichen viele Gemeinsamkeiten festgestellt. Diese sind u.a. die Fragen zur Standardisierung der Ladeinfrastruktur, Entwicklung von Geschäftsmodellen, Verkehrskonzepte sowie neue Mobilitätsangebote. Die erste Phase lief Ende 2015 aus.

 

Hintergrund

 

In der Gemeinsamen Erklärung von 2003 haben das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (BMVBS), jetzt BMVI, der Bundesrepublik Deutschland und das Ministerium für Wissenschaft und Technik der Volksrepublik China ihr gemeinsames Interesse an einer vertieften Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Einsatzes alternativer und regenerativer Energien im Straßenverkehr bekundet und die German-Chinese Sustainable Fuel Partnership (GCSFP) begründet.

 

Die EE ENERGY ENGINEERS GmbH koordiniert im Rahmen ihrer Projektleitstellentätigkeiten im Auftrag des BMVI und des Landes NRW die Projekte zur Entwicklung und Demonstration von Elektromobilität in der Modellregion Rhein-Ruhr. Des Weiteren ist die EnergieAgentur.NRW mit dem Land Nordrhein-Westfalen seit 2006 in der deutsch-chinesischen Kraftstoffpartnerschaft (GCSFP) beteiligt. Daher existieren bereits umfangreiche Erfahrungen im Umgang mit chinesischen Projektpartnern. Die EnergieAgentur.NRW koordiniert im Rahmen der GCSFP mehrere Projekte, an denen deutsche und chinesische Partner beteiligt sind, wie bspw. "Staatliche Rahmenbedingungen für Brennstoffzellen- u. batterieelektrische Fahrzeuge" sowie "Austausch über Kraftstoffqualitäten". Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen unterstützt die Aktivitäten in China u.a. auch in Zusammenarbeit mit NRW.INVEST.


Ziele

 

Die beschriebenen Vorhaben nehmen die Ergebnisse und Ziele der Gespräche auf und setzten sie in ein praktisches Rahmenprogramm zur Bearbeitung der identifizierten Themenfelder um. Das BMVI und das Land NRW unterstützen auf deutscher Seite eine zukünftige Zusammenarbeit. Die Kommission für Wirtschaft und Informationstechnologie der Provinz Hubei wird mit Unterstützung des Ministeriums für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) und des Ministeriums für Wissenschaft und Technologie (MoST) auf der chinesischen Seite diese Zusammenarbeit aktiv vorantreiben.

Das gemeinsame Ziel der Projektpartner ist es, zwischen beiden Ländern im Bereich Elektromobilität eine langfristige Partnerschaft aufzubauen. Vor diesem Hintergrund haben die EnergieAgentur.NRW und die Wuhan Electric Vehicle Demonstration Co., Ltd als federführende Projektpartner einen regelmäßigen Informationsaustausch vereinbart. Dazu soll zunächst ein Dialogforum zum Austausch von Erfahrungen mit Fahrzeugen im Testbetrieb, zu Konzepten für die Ladeinfrastruktur, zur Fahrzeug- und Batteriesicherheit und zu Verkehrs- und Mobilitätskonzepten eingerichtet werden.


 

 

Des Weiteren soll basierend auf den Ergebnissen der Vorgespräche zwischen den Partnern eine Reihe von Fachworkshops konzipiert und organisiert werden, um zielgerichtet Fragestellungen und Themenfelder von gegenseitigen Interesse aufzuarbeiten, erzielte Ergebnisse in Form von Statusberichten und Handlungsempfehlungen und somit die Grundlage für weitere Kooperationsansätze zu legen.

 

Im Rahmen der deutsch-chinesischen Regierungskonsultation 2010 wurden zwei weitere Kooperationen ins Leben gerufen. Die Modellregionen Hamburg und Bremen/Oldenburg bearbeiten nun weitere Themen. Hamburg kooperiert mit Shenzhen auf den Schwerpunkten Flughäfen, ÖPNV und Urban Development sowie technologische Fragestellungen. Bremen/Oldenburg kooperiert mit Dalian auf dem Gebieten CarSharing, Infrastruktur, Qualifizierung und Ausbildung. Beide Projekte wurden erfolgreich abgeschlossen und weitere Kooperationen werden ebenfalls angestrebt.

 

Aktivitäten

 

 




  1. Workshops „NRWmeetsWUHAN II“ 2018 in Düsseldorf

 

 

Themen

 

Partner 


Partner auf chinesischer Seite:

unterstützt durch:

Partner auf deutscher Seite

unterstützt durch Akteure der Modellregionen Rhein-Ruhr und interessierten Stakeholdern aus Industrie, Wissenschaft und Politik (keine Projektkosten, ggf. Reisekosten für Institute und kommunale Betriebe):

Koordination:

Ansprechpartner

Projektleitung:
Stefan Garche
Tel.: +49 / 211 / 86642 23
garche@energy-engineers.de

Projektmanager:
Frederik Budschun
Tel.: +49 / 211 / 86642 - 424
budschun@energy-engineers.de